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Fünf Gemeinden aus drei Ländern arbeiten zusammen
Am Freitag, den 28. November 2008, unterzeichneten die Bürgermeister der fünf an der Kooperation teilnehmenden Gemeinden, die offizielle Kooperationsvereinbarung. Dies erfolgte während eines feierlichen Treffens im Cultureel Centrum in Maaseik.
Euromosa ist der grenzüberschreitende Kooperationsverband zwischen der belgischen Gemeinde Maaseik, dem niederländischen Echt-Susteren und den deutschen Gemeinden Waldfeucht, Selfkant und Gangelt. Seit seiner Gründung, im Jahre 2003, wurden durch diesen Verband bereits bedeutsame Projekte realisiert.

Die Zusammenarbeit kann zwischenzeitlich auf sehr schöne Ergebnisse zurückblicken. In den zurückliegenden Jahren erhielt Euromosa für verschiedene gemeinsame Projekte mehr als 1 Million an europäischen Fördermitteln. Diese Mittel flossen unter anderem in eine internationale Fahrradroute, die, vorbei an speziellen Rastplätzen, durch die drei Länder führt.
Euromosa präsentiert sich nunmehr gewissermaßen als ein Laboratorium für interregionale Zusammenarbeit. Das Laboratorium dient dabei als Versuchsfeld, um die Grenzen der Möglichkeiten zu erforschen. Wichtigstes Ziel dabei ist es, die so gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen selber zu nutzen. Darüber hinaus können die Projekte aber auch anderen Grenzregionen als Vorbild dienen.
Euromosa begibt sich hierbei mittels Arbeitsgruppen (Laboratorien) auf die Suche nach Lösungen für von den Einwohnern der Grenzregionen benannte Probleme. Als Beispiele können hier die Bereiche Brandschutz, Gesundheitswesen, Öffentlicher Personennahverkehr, Gülleproblematik und nachhaltige Energie genannt werden.
In diesen Arbeitsgruppen treffen sich Fachleute aus den drei beteiligten Ländern und diskutieren in jedem Themenbereich mit einander über Probleme und über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Unterstützung. Hierbei stehen die Einwohner jeweils als Ausgangspunkt zentral. Erforderlichenfalls werden Empfehlungen ausgesprochen, um Gesetze und Regelungen anzupassen und besser aufeinander abzustimmen. Oft genügt aber schon die gemeinsame Diskussion. Lösungen entstehen dann manchmal spontan – im Euromosa-Laboratorium.
Des weiteren sind andere Themen von Bedeutung, so z.B. die Einrichtung einer internationalen Schule, Zusammenarbeit zwischen den Gemeinderäten, die Förderung der regionalen Mundart sowie die Restaurierung der kulturhistorischen Infrastruktur. Auch praktische Dinge, wie eine gemeinsame Arbeitsplatzbörse, werden in Angriff genommen.
Die Ergebnisse aller dieser Bemühungen im Euromosa-Laboratorium bilden die Grundlage für neue europäische Projekte, in denen Studien angestellt und Empfehlungen zur weiteren Umsetzung und tatsächlichen Ausführung der neuen Ideen erarbeitet werden. Zur Finanzierung aller dieser Projekte wird ein Zuschussantrag beim Interreg-Fonds der Euregio Maas-Rhein vorgelegt.
Außer in den Laboratoriums-Arbeitsgruppen beabsichtigen die Gemeinden innerhalb des Euromosa-Verbandes noch enger zusammen zu arbeiten und so sollen gemeinsame Kultur- und Sportveranstaltungen organisiert werden. Weitere Überlegungen gehen dahin, die Übernachtungsmöglichkeiten in der Region und Mobilhome-Plätze und Radlerhütten zu erweitern.
Die fünf Bürgermeister und der Vorsitzende der Lenkungsgruppe von Euromosa, trafen sich am Montag, dem 8. Dezember 2008 in Gangelt, um diesen ambitiösen Plan mit Leben zu erfüllen.
Die Bürgermeister vereinbarten, in Sachen Feuerwehr und Rettungsdienst enger zusammen zu arbeiten. Auch sollen gemeinschaftliche kulturelle Veranstaltungen organisiert werden. Weitere Überlegungen gehen dahin, die Übernachtungsmöglichkeiten in der Region um Campingplätze und Radlerhütten zu erweitern.
Die Gemeinden untersuchen darüber hinaus die Möglichkeiten zur Nutzung alternativer Energien. Ein weiteres Thema in den nächsten Jahren ist die Organisation von grenzüberschreitenden Arbeitsplatzbörsen.

Die touristische Fahrradroute, die als Euromosa-Projekt zwischen den deutschen Grenzgemeinden Waldfeucht, Selfkant und Gangelt, sowie dem niederländischen Echt-Susteren und der flämischen Stadt Maaseik angelegt wurde, wurde am Donnerstag, dem 11. Dezember 2008 offiziell in Gebrauch genommen. An diesem Tag enthüllten die Mitglieder der Lenkungsgruppe von Euromosa entlang des Maasboulevards in Maaseik die offizielle Gedenktafel.
Auf der Webseite www.euromosa.eu finden Sie weitere Informationen über das Euromosa-Projekt.
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